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Cyprus Aphrodite Half Marathon
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| mit historischen Anmerkungen! | |||
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23.
November 2003
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Sicher handelt
es sich um eine üble Nachrede von anderen Laufveranstaltern, wenn
behauptet wird, dass der Paphos-Halbmarathon nur deshalb für viele
Läufer so attraktiv ist, weil es nach dem Lauf vom Hauptsponsor KEO
kostenlos Wein und Bier bis zum Abwinken gibt. Start und Ziel ist der Sportplatz des Cypria
Maris Hotels. Dabei wird bis zu einer Wendemarke auf der Landstraße
bis zur Coral Bay gelaufen, um dann das Höhenprofil von hinten aufzurollen.
Das ist eigentlich nicht weiter unangenehm. Und als mir der griechische
Spitzenathlet in Höhe der Nekropole (Totenstadt außerhalb der
Stadtanlage, genutzt vom 3. Jahrhundert v.Chr. bis zum 3. Jahrhundert
n.Chr.) so leichtfüßig wie der Götterbote Hermes mit seinen
kleinen Flügelchen an den Füßen entgegeneilt, erhält
er noch freudig Beifall von mir. Denn ich denke, er bringt mir die Botschaft
von der baldigen Wendemarke. |
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Die letzten
drei Kilometer zum Ziel führen nun durch Felder und Orangenplantagen.
Die leichte Steigung und die Mittagssonne bremsen das Tempo, aber schon
sind die Lautsprecher vom Sportplatz zu hören. Einmal links und zweimal
rechts abbiegen, dann sehe ich meine Frau wie die Siegesgöttin am
Eingang zum Sportplatz stehen. Eine Stadionrunde noch und schon vor dem
Ziel werden reichlich Endorphine vom Zypernhimmel über mich ausgeschüttet.
Ich war acht Minuten länger als beim Hannover-Halbmarathon unterwegs. Lasse mich aber trotzdem tief zufrieden auf den Rasen sinken. Meine Siegesgöttin bringt mir zwar keinen Lorbeerkranz als Preis, dafür aber ein Paar Funktions-Laufsocken und eine köstliche Flasche Wasser. Ich bin glücklich! Nike strahlt. Um 20.00 Uhr fand als krönender Abschluss dieses schönen Tages noch das Galadinner für die Athleten und deren Begleitpersonen im Cypria Maris Hotel statt. Beim Halbmarathon haben 263 Sportler das Ziel erreicht, der Spargelsprinter lag auf dem 131. Platz. Beim Marathon waren 47 Finisher zu verzeichnen. |
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Die
vom Sportreiseveranstalter Kreienbaum aus Münster durchgeführte
einwöchige Laufreise hat wohl allen Teilnehmern sehr gut gefallen.
Neben täglichen Trainingsläufen bestand die Möglichkeit
die nähere oder weitere Umgebung zu erkunden.So z.B. den historischen Teil der Stadt Kato-Paphos, der so bei Kilometer 6 auf der linken Seite zwischen dem Meer und der Laufstrecke liegt. Auf dem unteren Foto sitzt der Athlet aus Hänigsen auf dem Pflaster der Agora (in antiker Zeit eine Art Marktplatz) des im 4. Jh. v.Chr. von König Nikokles gegründeten Stadtkönigreiches. Im Hintergrund ist das Odeon (das römische Theater aus dem frühen 2. Jahrhundert n.Chr.) zu erkennen. Links davon ist das Asklepeion zu erahnen. Es war dem Gott der Heilkunst, dem Asklepeios, geweiht und war auch eine Art Klinik und Ausbildungsort. |
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Asklepeios brauchte
jedenfalls bei keinem Sportler am KEO-Getränkewagen bemüht
zu werden, obwohl der Wein einfach köstlich war und reichlich Zuspruch
fand.
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