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Einer
der größten Volksläufe in Deutschland
überhaupt und gleichzeitig ein traditioneller Start in die
Laufsaison für viele Läufer war auch dieses Jahr
wieder der Celler Wasa Lauf. Auch ich nutzte die Gelegenheit mit diesem
am 13.03. sehr frühen Lauf über die 20 km die im
Winterhalbjahr aufgebaute Grundlagenausdauer einem ersten Wettkampftest
zu unterziehen.
Während
der Sonntag Morgen den ersten Startern über die kurzen
Distanzen trotz feuchter Kälte freundliche Sonnenstrahlen
entgegenschickte, wurde im weiteren Tagesverlauf das Wetter wieder so,
wie es die letzten Wochen fast durchgängig war. Graupelschauer
und kalte Böen wechselten mit einem wolkenverhangenen Himmel,
durch den sich nur selten die Sonne erahnen ließ. Bereits auf
dem Weg nach Celle und auch bei der anschließenden
Parkplatzsuche fröstelte ich schon beim Gedanken an den vor
mir liegenden Wettkampf. Aber als "Ironman in Spe" bewies ich
Härte und machte mich auf zur Startnummernausgabe im Park vor
dem Celler Schloss.
Das Wetter spiegelte sich auch in Teilen im Streckenzustand wieder. Auf
dem Weg zu Schloss ging ich parallel zum Start-/Zielbereich durch eine
nur teilweise befestigte Straße, die zu diesem besonders
frequentierten Streckenabschnitt gehörte. Hier hatten sich
unter den Füßen tausender Läufer am
Vormittag die mit Schotter und Splitt verfüllten Abschnitte in
schmutzig, schlickige Schlammpfützen verwandelt. Auch die Wege
im Schlosspark und im französischen Garten boten ein
ähnlich trauriges Bild. Hier hatten die Läufer beim
Versuch den größten Pfützen auszuweichen,
teilweise auch die angrenzenden Rasenflächen in frisch
gepflügte Äcker verwandelt.
Nachdem die Startnummer abgeholt war, und ein letzter Besuch der
öffentlichen Toilette im Schlosshof die "üblichen
Probleme" vor dem Lauf beseitigte (mal ganz was anderes als ein
Dixie-Klo!!!), wärmte ich mich abseits der Strecke in den
Nebenstraßen locker auf. 5 Minuten vor dem Start suchte ich
mir dann eine geeignete Position im Startbereich. Die Mitstreiter des
sonntäglichen Lauftreffs "Spargelsprinter Burgdorf" fand ich
jedoch im Getümmel leider nicht.
Nach dem Startschuss brauchte ich eine gute Minute um die Startlinie zu
überqueren. Da es keine individuelle Zeitnahme gab, stoppte
ich selbst die Zeit ab der Linie und war wie bei fast jedem Wettkampf
vorerst damit beschäftigt, Mitstreiter zu überholen
... und gaaaaaanz selten, quasi im Ausnahmefall, auch mal selbst
überholt zu werden. Ehrlich, die sind doch alle irgendwie
gedopt... ;-)). Während ich relativ schnell das
Gefühl hatte, mein Tempo gefunden zu haben, signalisierte mir
meine Pulsuhr klar eine Belastung am Limit. Der HF-Durchschnitt lag bei
sage und schreibe 177 Schlägen pro Minute! Mal sehen wie lange
das gut geht...
Nach der ersten von vier 5-km-Runden stoppte ich eine Zwischenzeit von
24:26,5 Minuten. Verblüfft über das gute Ergebnis
(ich erwartete eine Zeit um 27:30 Minuten, da ich mir für die
20 km ca. 1:45 - 1:50 Stunden ausgerechnet hatte) wartete ich
förmlich auf den Leistungseinbruch, aber - dem langweiligen
GA-Training im Winter sei dank - blieb der vollständig aus!
Wie ein Uhrwerk gelang es mir die übrigen Runden unerwartet
konstant abzuspulen und mit 24:21,6, 24:49,4 und 24:59,1 Minuten
beendete ich nach 1:38:36,6 Stunden den Wettkampf.
Klar bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden, wer ist das nicht, wenn er
die gesetzten Ziele übertrifft! Gleichzeitig zeigt es auch,
dass das GA Training im Winter entscheidenden Einfluss auf die
Leistungsfähigkeit hat, auch wenn man das bei den Einheiten
mit der geringen Intensität und der damit oft einhergehenden
Monotonie nicht wirklich erwartet. Ich freue mich jetzt schon auf den
Marathon am 8. Mai in Hannover und habe 3:30 Stunden als Ziel ins Auge
gefasst. Bin mal gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen
anstehende anaerobe und wettkampfspezifische Trainingsprogramm auf die
Zeiten auswirkt...
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