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Der
Niedersachsenmarathon 2005 in Hannover
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Am
8. Mai war es
wieder soweit, wie seit der Premiere in 2003 als Saisonauftakt fest
eingeplant - mit Ausnahme des letzten Jahres, in dem mein Sohn just an
diesem Tag Konfirmation hatte - startete ich in Hannover beim
Spielbanken Marathon. Trotz des bisher komplett verregneten Mai, hatten
wir am Sonntag Vormittag sogar etwas Glück mit dem Wetter!
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Noch
am Vorabend
schaute ich missmutig aus dem vom kalten Dauerregen beschlagenen
Fenster und dachte ernsthaft daran, auf den Start zu verzichten. Auch
die Hawaiitoasts meiner Frau konnten meine Laune nicht wirklich
aufbessern. Andererseits war das die letzte Gelegenheit vor dem Start
beim Ironman am 10. Juli meine Wettkampfform unter realistischen
Bedingungen zu testen. So fuhr ich am nächsten Morgen auch
entsprechend motiviert nach Hannover und zumindest der Regen blieb mir,
mit Ausnahme von 2 oder 3 kurzen Schauern erspart. Auch wenn
gelegentlich sogar die Sonne zwischen den Wolken herauslugte, war es
aber insgesamt eher kalt und nicht wirklich "mein Wetter". Das fanden
wohl auch die Zuschauer, denn das laut Veranstalter mit mehr als 10.000
Athleten unerwartet große Teilnehmerfeld lockte mit Ausnahme
des Start- und Zielbereichs vor dem Rathaus kaum jemanden an die
Strecke.
Nach der Abgabe der Kleiderbeutel - in diesem Jahr leider Einkaufstüten ohne Verschluss des Sponsors Galeria Kaufhof, eher eine lieblose Lösung, die weder für die Veranstaltung noch den Sponsor spricht - machte ich mich auf zum Start, der je nach erwarteter Laufzeit in mehrere Bereiche unterteilt worden war. Positiv im Vergleich zu meiner Premiere in 2003 war, dass diesmal die Marathonläufer nicht mit den Halbmarathonis auf die Strecke gingen, wenn auch die Streckenführung unverändert blieb und somit der Marathon aus zwei Runden auf der selben Strecke bestand. Mir war's nur recht, gab mir das doch die Möglichkeit meine Wettkampfstrategie etwas besser zu planen, da mir der Streckenverlauf in der 2. Runde unmittelbar bewusst war. Mein Ziel für den Marathon war die 3:30 Marke, in Hinblick auf meine Saisonplanung schien mir das eine gute Zielzeit, die ich auch im Verlauf des Ironman anvisiere. Somit ging's mit etwa 5 Minuten pro Kilometer auf die Strecke und ich fand auch recht schnell einige weitere Läufer, die sich das gleiche Ziel gesetzt hatten. Plan war, die erste Runde in 1:45 zu schaffen und auf der zweiten Runde ab km 35 noch etwas zuzulegen ... vorausgesetzt die Reserven geben das her ;-)) Die erste Runde fand ich auch gut mein Tempo und lief unspektakulär und mit einem HF-Durchschnitt von 162 Schlägen pro Minute einer Halbzeit von 1:48:17 entgegen. Zwar etwas unter dem vorgesehenen Schnitt, aber entsprechend meinem Plan und dem Belastungsgefühl passte das durchaus ins Bild und gab auch noch Gelegenheit für den einen oder anderen netten Plausch mit anderen Läufern. Nach der Halbzeit wurde das Tempo wie geplant leicht angezogen und somit passierte ich KM 25 nur 19 Minuten später, aber schon bei KM 30 stand die Uhr bei 2:33:54 und das Tempo - wie auch die Herzfrequenz die jetzt gerade bei 164 Schlägen pro Minute lag - stagnierte bzw. blieb konstant wie auf der ersten Runde. Was war los? Warum konnte ich kein Gas geben? Nach wie vor fühlte ich konditionell kaum eine Belastung, aber höheres Tempo zu laufen wollte einfach nicht gelingen. Mit mehreren kleinen Steigerungsversuchen bemühte ich mich auf den folgenden Kilometern doch noch das Tempo zu forcieren, was von meinem Körper ab KM 35 jedoch mit leichten Verkrampfungen in den Waden quittiert wurde. Um keine ernsthaften Krämpfe zu bekommen und so kurz vor dem Ziel so noch mehr Zeit einzubüßen, entschloss ich mich mit dem aktuellen Tempo weiter zu machen und bis Frankfurt die Umfänge zu Gunsten höherer Intensität in den Einheiten zu reduzieren. Nach einem kurzen Schlusssprint auf dem letzten Kilometer finishte ich somit meinen Marathon mit 3:40:10. Nicht ganz mit meiner Zielzeit, aber dafür mit wertvollen Erkenntnissen für die Vorbereitung auf Frankfurt in den verbleibenden zwei Monaten. Und sonst? Naja, der Marathon in Hannover ist nicht gerade ein Highlight wenn man ihn mit anderen Veranstaltungen vergleicht, aber da er Anfang Mai liegt und quasi "vor meiner Haustür" stattfindet werde ich wohl auch im nächsten Jahr dabei sein ... und dann wohl die 3:15 anvisieren! |
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[Sonnenbrille
trotz Sauwetter? It's never to dark to be cool!]
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| Torsten Glorius |
www.torstenglorius.de
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